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| 2011-02-16 15:14:55 | Die Räumung von Mietwohnungen bei Zahlungsverzug wird beschleunigt – ein Überblick zum MietRÄndG Der wesentliche Inhalt des neuen Gesetzentwurfs über ein Gesetz über die energetische Modernisierung von vermietetem Wohnraum und über die vereinfachte Durchsetzung von Räumungstiteln (Mietrechtsänderungsgesetz - MietRÄndG) Die Räumung von Mietwohnungen bei Zahlungsverzug wird beschleunigt – ein Überblick zum MietRÄndG - Die sog. Berliner Räumung wird auf eine gesetzliche Grundlage gestellt. - Der Vermieter hat Anspruch auf die die bloße Besitzverschaffung beschränkte Räumung als gleichberechtigte Alternative zur sog. klassischen Räumung. - Dies erspart dem Vermieter den Kostenvorschuss für die hohen Transport- und Lagerkosten des Räumungsguts. - Bei Untermietern, die an der Wohnung ein Besitzrecht geltend machen, kann ein eigener Titel gegen diese Person künftig schnell im Wege des einstweiligen Rechtsschutzes nach § 940a ZPO erlangt werden. - Es wird mit § 569 Absatz 3a BGB ein neuer Kündigungsgrund geschaffen, wonach auch bei Zahlungsverzug mit der Mietkaution - wie bei Verzug mit der Mietzahlung - die fristlose Kündigung des Mietverhältnisses ohne vorherige Abmahnung ausgesprochen werden kann. Die Zahlung der Kaution muss mit der Miete erfolgen. IVD/29.10.2010 |
| 2010-11-30 16:17:10 | Indexwerte für Wohnhäuser 2009 gestiegen Indexwerte für Wohnhäuser 2009 gestiegen Die vom Statistischen Bundesamt veröffentlichten Indizes für Wohnungsneubauten und bestehende Wohngebäude (jeweils selbst genutzte Ein- und Zweifamilienhäuser und Eigentumswohnungen) sind im vergangenen Jahr gestiegen. Der Häuserpreisindex stieg nach 3,8% im Vorjahr und 4,6% im Jahr 2007 etwas gebremster um 2,6%. Der Index für bestehende Gebäude ging um 0,9% nach oben (2007: -2,1%, 2008: 0%). Die drei Marktsegmente, die in den Häuserpreisindex Neubau eingehen, entwickelten sich im vergangenen Jahr unterschiedlich: Mit 7,2% am stärksten stieg der Index für schlüsselfertige Gebäude von Bauträgern. Der Wert von Fertighäusern legte um 2,7% zu, der von Eigenbauten (mit Architekten und Bauunternehmen errichtete Häuser) um 0,9%. Die Auswertung des Statistischen Bundesamts beruht auf den Daten der Gutachterausschüsse. |
| 2010-10-13 16:23:50 | BGH präsiziert Vermieterpflichten bei Eigenbedarfskündigung BGH präsiziert Vermieterpflichten bei Eigenbedarfskündigung Der Bundesgerichtshof (BGH) hat mit einem heute gefällten Urteil bekräftigt, dass ein Vermieter, der seinem Mieter wegen Eigenbedarf gekündigt hat, diesem eine vergleichbare Wohnung anbieten muss, wenn er kann (Az. VIII ZR 78/10). Im entschiedenen Fall hatte der Vermieter berechtigt gekündigt. Noch vor Ablauf der Kündigungsfrist wurde im Obergeschoss des gleichen Hauses eine Wohnung frei, die der Vermieter jedoch anderweitig vergab - zu Unrecht. Das hatte für den Vermieter die missliche Folge, dass die an sich ordnungsgemäße Kündigung rechtsmissbräuchlich und unwirksam wurde, weil er gegen das Gebot der Rücksichtnahme verstoßen hatte. Er hätte den Mieter über die Möglichkeit, die obere Wohnung zu mieten, informieren und ihm die wesentlichen Mietbedingungen mitteilen müssen, so der BGH. Nach oben |
| 2010-10-13 16:13:32 | Deutschland wird zum Verkäufermarkt Deutschland wird zum Verkäufermarkt Der deutsche Immobilienmarkt stabilisiert sich. Der Käufermarkt wandelt sich zum Verkäufermarkt. Zu diesen Ergebnissen kommt die Anwaltssozietät CMS Hasche Sigle in ihrer Spezialstudie "Real Estate Deal Point Study 2010". Untersucht wurden die Vertragsklauseln von rund 170 Transaktionsverträgen zwischen Januar 2007 und August 2010. Die Studie zeigt, dass die Jahreswende 2009/2010 einen Anstieg der Transaktionsvolumina und des Anteils der Portfoliotransaktionen mit sich brachte. Der Anteil der Einzelhandels-Transaktionen verdoppelte sich, während der Anteil der Büroimmobilien-Transaktionen um ein Drittel sank. Anhand der Studie lässt sich auch ein Wandel vom Käufer- zum Verkäufermarkt belegen: Die Zahl der vereinbarten langen Verjährungsfristen für Gewährleistungs- und Garantieansprüche sank, und seit Mitte 2009 werden zunehmend verkäuferfreundliche de-minimis- und Basket-Klauseln sowie Haftungshöchstgrenzen vereinbart. |
| 2010-01-21 14:14:05 | Die Rendite bei Top Stadorten sinkt in 2010 C&W: Preisschere bei Wohnungstransaktionen spreizt sich Im vergangenen Jahr sind Beobachtungen des Beratungsunternehmens Cushman & Wakefield (C&W) zufolge hierzulande im Zuge von 49 Transaktionen 51.000 Wohnungen gehandelt worden. Der Umsatz, der damit erzielt wurde, beziffert C&W auf 2,6 Mrd. Euro. Berücksichtigt wurden ausschließlich Portfolios mit mehr als 250 Einheiten. Als durchschnittlich erzielter Multiplikator hat C&W das 12,7-fache der Ist-Nettokaltmiete ermittelt. Allerdings sei die Preisschere enorm, heißt es. Während für Portfolios, die in Lage und Qualität zu wünschen übrig ließen, teils weniger als das Zehnfache gezahlt wurde, erzielten hochwertige Portfolios in westdeutschen Ballungsräumen mehr als das 16-fache. Mit hochwertigen Neubauprojekten in Topstädten des Westens seien teilweise weniger als 5% Nettoanfangsrendite zu erzielen. |
| 2009-08-25 14:51:30 | Nachfrage nach Wohnimmobilien steigt Nachfrage nach Wohnimmobilien steigt Immobilien sind nach Ansicht der meisten Deutschen der beste Schutz vor Inflation: Einer Forsa-Umfrage im Auftrag des Maklerverbands IVD zufolge nannten 54% von 1001 Befragten die Immobilie als besten Inflationsschutz; abgeschlagen folgen Rohstoffe (15%) und Sparkonten (10%). Und so meldet denn auch mit 57% die Mehrheit der im IVD organisierten Makler eine in den vergangenen Monaten gestiegene Nachfrage nach Wohneigentum. Für das Segment Eigenheime zur Selbstnutzung registrierten 38% der Makler eine stark steigende Nachfrage, weitere 33% meldeten eine konstante. Lediglich 15% berichteten von einem rückläufigen Interesse. Ähnlich fielen die Ergebnisse für Eigentumswohnungen zur Selbstnutzung aus, so der IVD; das Interesse an Wohnungen zur Kapitalanlage dagegen werde nicht ganz so positiv eingeschätzt, heißt es. |
| 2009-08-23 17:45:08 | Den Parteien fehlen Lösungen für die Probleme der Immobilienwirtschaft ZIA: Den Parteien fehlen Lösungen für die Probleme der Immobilienwirtschaft Die großen Parteien nehmen sich im Vorfeld der Bundestagswahl einiger immobilienwirtschaftlicher Themen zwar an - erkennbare Lösungsansätze, kritisiert Andreas Mattner, Präsident des Zentralen Immobilien Ausschusses (ZIA), gebe es jedoch in vielen Fällen nicht. So habe z.B. jede im Bundestag vertetene Partei die Bedeutung der energetischen Sanierung erkannt und befürworte weitere KfW-Förderprogramme. Doch um die energetische Sanierung für Vermieter attraktiver zu machen, sei eine Kombination aus einer Liberalisierung des Mietrechts und steuerlichen Investitionsanreizen nötig, so Mattner. Andere für die Branche wichtige Themen wie die niedrige Wohneigentumsquote, die Erbschaftsteuer auf Immobilienunternehmen oder das Reit-Gesetz seien von den Parteien noch nicht einmal konkret thematisiert worden. Die Immobilien Zeitung hat in der heute erschienenen Ausgabe Nr. 33 eine ausführliche Übersicht über die Positionen der Parteien zu den zwölf wichtigsten Themen der Branche zusammengestellt. |
| 2009-08-23 17:43:34 | TOP: Wohnungsneubau sackt weiter ab TOP: Wohnungsneubau sackt weiter ab Im ersten Halbjahr 2009 wurden in Deutschland 80.725 Wohnungen genehmigt. Das waren 8,1% weniger als im Vorjahreszeitraum mit 87.860 Einheiten. Das meldet das Statistische Bundesamt. Nur Neubauten gerechnet - also die geplanten Baumaßnahmen an bestehenden Gebäuden ausgenommen - wurden knapp 71.600 Wohnungen genehmigt (-6,7%). Dabei war der Rückgang im Eigenheimsegment höher als bei Wohnungen: Die Zahl der genehmigten Einfamilienhäuser sank um 8,3% auf 34.220, die der Zweifamilienhäuser um 11,6% auf 7.070. Mit 27.770 Wohnungen wurden 4,6% weniger genehmigt. Gesunken ist auch die Zahl der Wohngebäude, die um- oder ausgebaut werden sollen, und zwar um knapp ein Fünftel auf 9.125. Steil um ein Viertel bergab ging es auch bei Nichtwohngebäuden auf 90,5 Mio. Kubikmeter. |
| 2009-06-28 10:14:48 | Berliner Neuabschlussmieten ein Fünftel höher als Mietspiegelwerte 5,80 Euro/qm kostet eine durchschnittliche Berliner Mietwohnung, wenn jetzt ein Vertrag geschlossen wird, heißt es im heute vorgelegten Marktmietspiegel des Immobilienverbands Berlin-Brandenburg. Der vor zwei Wochen vorgestellte Wert des Berliner Mietspiegels, der alle bestehende Verträge in der deutschen Hauptstadt zur Grundlage hat, kommt auf einen um 20% niedrigeren Durchschnittswert von 4,83 Euro/qm. Mit der Ermittlung der Neuabschlussmiete nimmt der IVD Abschied vom Instrument der Angebotsmiete, die häufig Wunschdenken widerspiegelt, statt das reale Marktgeschehen. Insgesamt sind die Mieten in Berlin mit einer durchschnittlichen Dynamik von 1% stabil, heißt es aus dem IVD weiter. |
| 2009-06-28 10:03:16 | Investoren in Deutschland, Frankreich und Großbritannien fassen offenbar wieder Mut Die Stimmung unter Immobilieninvestoren in Deutschland, Frankreich und Großbritannien wird nach einer Erhebung von Union-Investment-Research wieder besser. Aus Interviews mit 177 Immobilienunternehmen und institutionellen Anlegern ziehen die Marktforscher den Schluss, dass die Erwartungen insbesondere in Großbritannien deutlich gestiegen sind. So erwarten 87% der britischen Befragten kurzfristig ein deutlich steigendes Investitionsinteresse aus dem Ausland auf der Insel. 42% von ihnen wollen in Großbritannien selber mehr investieren. Die Teilnehmer aus Deutschland und Frankreich stehen da mit jeweils 41% Interesse an Investitionen in ihren Heimatländern kaum nach. Vor sechs Monaten waren Werte zwischen 18% und 23% ermittelt worden. "Der Anstieg der Investitionsbereitschaft ist ein Indiz dafür, dass bei den Transaktionen in Europa der untere Wendepunkt bald erreicht sein dürfte", sagt Olaf Janßen, Leiter Immobilien Research bei Union Investment. Trotz aller Krisen scheint bei den Briten auch schon wieder größere Risikobereitschaft eingekehrt zu sein. Für gut zwei Drittel der Befragten von der Insel steht bei den geplanten Investments die Rendite obenan. Deutsche und Franzosen bevorzugen dagegen das Anlagemotiv "Sicherheit". Nicht mal jeder Dritte will dort vor allem Rendite machen. |
| 2009-06-28 10:00:50 | Berlin: Deutschlandweit höchster Umsatz für moderate Spitzenmiete Die Einzelhandelsumsätze in innerstädtischen Ia-Lagen sowie fußläufig daran angrenzender Einkaufszentren werden für 2009 in London auf 6,17 Mrd. Euro geschätzt. Es folgen Paris (5,88 Mrd. Euro), Rom (5,76 Mrd. Euro), Madrid (5,38 Mrd. Euro) sowie Berlin mit 5,08 Mrd. Euro. Das hat das Marktfoschungsunternehmen Experian zusammen mit Jones Lang LaSalle in der Untersuchung European Retail Centre Rankings 2009 ermittelt. Die Erhebung vergleicht die prognostizierten Umsätze in 50 europäischen Metropolen und stellt ihnen die Spitzenmieten gegenüber. Auf den Plätzen fünf bis zehn folgen München, Barcenlona, Athen, Moskau und Mailand mit Einzelhandelsumsätzen zwischen 4,63 Mrd. Euro und 4,07 Mrd. Euro. Die sieben untersuchten deutschen Metropolen zählen allesamt zu den Top 20. Mit Spitzenmieten von 215 bis 310 Euro/qm finden internationale Handelskonzepte hierzulande vergleichsweise günstige Expansionsbedingungen vor. Ein interessantes Verhältnis zwischen Miethöhe und Umsatzpotenzial bietet insbesondere Berlin mit Spitzenmieten im 1. Quartal 2009 von 220 Euro/qm. Ähnlich gut ist das Verhältnis in Madrid (ebenfalls 220 Euro/qm), Barcelona (212 Euro/qm bei 4,4 Mrd. Euro Gesamtumsatz), Athen (200 Euro/qm bei 4,4 Mrd. Euro), Brüssel (133 Euro/qm bei 2,7 Mrd. Euro) und Prag (150 Euro/qm bei 3,2 Mrd. Euro). |
| 2009-05-09 07:53:35 | Jeder zehnte will Eigenum Jeder zehnte Wohnungsmieter will ins Eigentum Jeder zehnte Mieter will innerhalb der nächsten fünf Jahre ins Eigentum; unter den 20- bis 40-jährigen Mietern liegt der Anteil der bei 15%. Das ergab eine vom Verband der Privaten Bausparkassen (VPB) in Auftrag gegebene Umfrage des Forsa-Instituts unter mehr als 1.000 Mietern. Die Bereitschaft zu bauen oder zu kaufen steigt mit dem monatlichen Haushaltsnettoeinkommen: Überdurchschnittlich hoch ist sie bereits ab einem Einkommen von 2.000 bis 3.000 Euro (13%); unter den Haushalten mit mehr als 3.000 Euro auf dem Konto möchte knapp jeder vierte ins Eigentum. Die Befragten, die zunächst Mieter bleiben wollen, nennen als Gründe fehlendes Eigenkapital sowie Unsicherheit im Hinblick auf die wirtschaftliche Entwicklung und den eigenen Arbeitsplatz. |
| 2009-05-08 19:27:57 | Die Einwohnerzahl in Berlin steigt Bevölkerungsschwund wirkt sich nicht überall negativ auf die Immobilienmärkte aus Die negativen Auswirkungen des erwarteten Bevölkerungsschwunds in Deutschland auf die Immobilienmärkte werden nach einer Studie des Nord/LB-Ablegers Deutsche Hypo überschätzt. So sei noch bis zum Jahr 2025 mit einem Anstieg der Nachfrage nach Wohnimmobilien zu rechnen, schreiben die Autoren der Untersuchung. Weiter heißt es, der Bedarf an Büroimmobilien müsse regional betrachtet werden. So gilt es für die Researcher der Deutschen Hypo als ausgemacht, dass es trotz rückläufiger Bevölkerungszahlen Wachstumsregionen geben wird. Im Einzelhandelssektor sehen sie gute Chancen für Flächen, auf denen seniorengerechte Konzepte umgesetzt werden. Als Profiteure der demographischen Entwicklung werden Krankenhäuser, Kur- und Rehaeinrichtungen sowie Senioren- und Pflegeheime betrachtet. Ostdeutschland schreiben die Autoren ausdrücklich nicht ab. Ganz im Gegenteil: "Die Ostseeküste, Berlin/Brandenburg und die Region Dresden/Leipzig können mit einer steigenden Zahl an Haushalten rechnen." |
| 2009-05-08 19:26:49 | BGH: Starre Schönheitsreparaturen-Fristenregelung auch bei Gewerberaummiete unwirksam Der Bundesgerichtshof (BGH) hat gestern entschieden, dass Schönheitsreparaturklauseln mit einer starren Fristenregelung auch im Gewerberaummietverhältnis unwirksam sind (Az. XII ZR 84/06). Im verhandelten Fall sollte der Mieter „mindestens alle drei Jahre in Bad und Küche bzw. fünf Jahre in allen übrigen Räumen“ zur Durchführung von Schönheitsreparaturen verpflichtet sein – unabhängig vom konkreten Renovierungsbedarf. Damit sei der Mieter unangemessen benachteiligt im Sinne der AGB-Inhaltskontrolle, befanden die Karlsruher Richter. Denn auch der Vermieter müsste, wenn er mietvertraglich nicht befreit wäre, nur abhängig vom Erhaltungszustand der Räume renovieren. Der XII. Zivilsenat schloss sich damit der Rechtsprechung des VIII. Zivilsenats zum Wohnungsmietrecht an, nach der die Schönheitsreparaturen nicht durch derartige Formularklauseln auf den Mieter abgewälzt werden dürfen. |